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Notfall bei der Katze: Erkennen und Erste Hilfe leisten

Rund um ihr Tier

Katzen sind äußerst zähe Haustiere und zeigen erst sehr spät Krankheitssymptome. Sollte man solche bemerken, ist schnelles Handeln und Erste Hilfe überlebenswichtig. Was die Anzeichen für einen Notfall bei der Katze sind und wie man sich bei einem solchen am besten verhält, erklären wir hier.

Ist die Katze krank, bemerkt man es leider oft erst sehr spät. Doch wie erkennt man einen wirklichen Notfall? Erste Anzeichen, die auf eine mögliche Erkrankung hindeuten können, sind Verkriechen (an ungewöhnlichen Orten), das Wechseln der Lieblingsliegeorte, das Verweigern von Nahrung oder dass sie sich schlicht ganz anders verhält als sonst. Katzen, die über 24 Stunden nichts fressen und die Nahrung verweigern, sollten ganz dringend vom Tierarzt untersucht werden. Manche Erkrankungen äußern sich auch über die Verfärbung der Schleimhäute oder eine Veränderung der Vitalwerte wie Atemfrequenz und Puls, sowie Hecheln oder Maulatmung.

Notfälle bei der Katze schnell erkennen

Ist das Verhalten der Katze auffällig oder anders als sonst, sollten folgende Dinge sofort gecheckt werden: Wann hat die Katze das letzte Mal gefressen? Wie sieht der Stuhlgang aus? Wie sehen die Schleimhäute aus? Wie sind die Vitalwerte wie Puls und Atemfrequenz? Hat sie äußere Verletzungen, Bisswunden, Verbrennungen oder Blutungen? Erbricht sich die Katze? Gibt sie Schmerzäußerungen von sich oder krampft sie?

Schleimhäute checken

Die Schleimhäute der Katze sind normalerweise blassrosa, abnorme Farben der Schleimhaut können auf folgende Erkrankungen hinweisen:

  • blass – Hinweis auf Blutarmut oder Durchblutungsstörungen (Schock)
  • gerötet – Hinweis auf Entzündung, stärkere Durchblutung (Schock)
  • gelblich – Hinweis auf Ablagerungen von Gallenfarbstoffen
  • bläulich – Hinweis auf unzureichende Sauerstoffzufuhr

Vitalwerte checken:

Die Vitalwerte einer gesunden Katze sind bei circa 10-30 Atemzügen, einem Puls von 120-180 Herzschlägen pro Minute und einer Körpertemperatur von circa 38,0-39,0 Grad. Jegliche abnorme Abweichungen können auf eine Erkrankung hindeuten.

Um die Atemzüge zu checken, sollten die Atemzüge der Katze pro Minute gezählt werden. Hecheln oder Maulatmung (das Maul wird beim Atmen offen gehalten) deuten auf ein medizinisches Problem hin.

Mit dem Zeige- und Mittelfinger innen am Oberschenkel über dem Knochen zwischen zwei großen Muskeln kann die Anzahl der Pulsschläge gemessen werden. Hier aber beachten, dass die Pulsfrequenz durch Aufregung, Stress, Anstrengung, Trächtigkeit oder Fieber vom Normalwert abweichen können.

Um die Körpertemperatur zu checken, nimmt man am besten ein digitales Thermometer und führt es leicht schräg mit Gleitmittel oder Vaseline vorsichtig in den After ein (die meisten Katzen müssen hierfür von einer zweiten Person fixiert werden). Auch hier gilt zu beachten: Eine Körpertemperatur unter 38,0 oder über 39,0 Grad kann auf eine Erkrankung wie Durchfall, Unterkühlung, Fieber, aber auch Anstrengung, Aufregung oder eine hohe Umgebungstemperatur zurückzuführen sein.

Bei folgenden Anzeichen sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden

Hat die Katze eine der nachfolgenden Symptome, sollte sofort zum Tierarzt gefahren werden:

  • Äußere Verletzungen wie Verbrennungen, Augenverletzungen, Bissverletzungen
  • Verletzungen nach einem schweren Unfall (Fenstersturz, Autounfall, Quetschungen)
  • Lähmungen an einem oder mehrerer Gliedmaßen
  • Atemnot oder erhöhte Atemfrequenz
  • Andauernde Schmerzäußerungen
  • Wiederholtes schwallartiges Erbrechen und zunehmende Schwäche
  • Starke, nicht stillbare Blutungen
  • Verschlucken von Fremdkörpern oder giftigen Substanzen
  • Krampfanfälle
  • Veränderte Schleimhäute
  • Kein Harn- oder Kotabsatz

Wird ein Notfall bei der Katze Zuhause bemerkt, gilt zuerst: Ruhe bewahren und so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen. Im besten Fall sollte der Tierarztbesuch vorher telefonisch angekündigt und die Symptome geschildert werden, damit dieser bei der Ankunft gut vorbereitet ist und schnell handeln kann.

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